Konzentrationslager Mittelbau-Dora 2014

Exkursion KZ Mittelbau – Dora

Am 8.05.2014 haben wir im Rahmen des Geschichtsunterrichts eine Exkursion in das Konzentrationslager Mittelbau – Dora unternommen.

Wir haben uns als erstes das Außengelände angeschaut und haben verschiedene Informationen über die Entstehung erhalten. Wir haben erfahren, dass in Mittelbau – Dora vorerst die Kriegswaffe „A4“ oder auch „V1“ gebaut werden soll. Dieses sollte jedoch nicht oberirdisch stattfinden, sondern im Kohnstein bei Nordhausen, in einem Stollensystem, das ehemals ein Treibstofflager für die Wehrmacht war.

Zum Herstellen der Waffen transportierte die SS am 28.08.1943 107 KZ Häftlinge aus dem KZ Buchenwald nach Dora, die unter menschenunwürdigen Bedingungen die Waffen für die Wehrmacht herstellen sollten.

Somit wurde Dora zu einem neuen Außenlager von Buchenwald, unter dem Namen „Arbeitslager Dora“. Ende September waren bereits mehr als 3000 Häftlinge in Dora, Ende Oktober 6800 und Weihnachten 1943 sogar schon über 10500 Häftlinge.

Von einem Lager konnte man aber noch nicht reden, denn es waren weder Baracken noch feste Unterkünfte vorhanden. Die Häftlinge wurden von den SS Soldaten in so genannten „Schlafstollen“ untergebracht, die sich in dem Stollensystem befanden.

Wir haben uns den Appellplatz und das Krematorium angeschaut. Nach einer Mittagspause im Museumshaus besichtigten wir den Stollen. Es war sehr kalt und dunkel. Wir sind durch einzelne Querstollen gelaufen und haben auch den Stollen gesehen, in dem die Häftlinge geschlafen haben.

Am meisten hat mich das ausgeklügelte System des Stollens beeindruckt. Es hat mich sehr erschüttert, dass es Menschen gab, die andere Menschen nach ihrer Herkunft, Religion, politischem Denken oder ihrem Aussehen diskriminiert, verfolgt, menschenunwürdig behandelt und ermordet haben. Es ist sehr traurig, dass es so weit kommen musste und man es nicht verhindern konnte.

Es ist überaus wichtig, dass man die Gebäude und den Stollen für nachkommende Generationen erhält, denn nur so kann man zeigen, dass es auf gar keinen Fall noch einmal so eine Zeit geben darf.

Insgesamt war die Exkursion sehr lehrreich und interessant, ich bin froh, nicht in so einer Zeit leben zu müssen.

Sarah Hensen (10R)