Willkommen bei der Goetheschule

Konzentrationslager Mittelbau-Dora 2016

Exkursion Mittelbau-Dora

Ein Tag im KZ Mittelbau-Dora

Am 22. März 2016 fuhren die Abschlussklassen der Goetheschule in Eisenach im Rahmen des Geschichtsunterrichts zur Exkursion in das Konzentrationslager Mittelbau-Dora.
Während des Besuchs wurden uns in einer Führung die wichtigsten Teile Doras, wie der Bahnhof, Teile der Stollenanlage, eine nachgebaute Baracke (Block) sowie der Appellplatz und das Krematorium mit Aschegrab gezeigt.

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Im Arbeitslager Dora mussten die Menschen damals unter unmenschlichen, für uns heute kaum vorstellbaren Bedingungen arbeiten. Viele Inhaftierte sind an den Folgen ihrer Arbeit verstorben.
In der Anfangszeit Doras mussten die Menschen ausschließlich unter Tage im Stollen arbeiten. Zu dieser Zeit gab es dort noch nicht einmal Toiletten und die Menschen mussten sogar im Stollen, dem sogenannten Schlafstollen, mit vielen anderen Häftlingen zusammen schlafen. Das Tageslicht sahen die meisten von ihnen niemals wieder. Wenn die Menschen (erst im Stollen, später auch über Tage) gestorben waren, wurden sie einfach im Krematorium des Lagers verbrannt und ihre Asche vor das Krematorium gekippt. Dort befindet sich heute das Aschegrab. Über die Verbrennung der Verstorbenen wurde Buch geführt: Name, Herkunft, Sterbe-und Verbrennungsdatum wurden notiert. Diese Listen wurden uns vor der Besichtigung des Krematoriums gezeigt.

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Ich finde es Wahnsinn, was man den Menschen damals angetan hat, aufgrund ihrer Religion, Zugehörigkeit zu politischen Gruppen oder wegen anderer kleiner Vergehen. Immer wieder hatte ich Bilder im Kopf, die mir wahrscheinlich nur annähernd gezeigt haben, wie schlimm es den Menschen damals im Konzentrationslager erging. Ich denke, niemand möchte diese schreckliche Zeit selbst erlebt haben oder dass sich so etwas noch einmal wiederholt. Sicher werden mir die Erinnerungen an den Tag im Konzentrationslager noch lange im Gedächtnis bleiben. Ich hoffe, dass nicht nur mich der Tag etwas mehr wieder zum Nachdenken gebracht hat sondern alle bleibende Eindrücke mitgenommen haben. Weiterhin wäre es wünschenswert, dass noch viele Schulklassen und Menschen diesen Ort des Grauens besuchen und so aus der Geschichte etwas lernen.
Paula Hentschel, Klasse 10