Willkommen bei der Goetheschule

Berichte 2010

Im Rahmen des  Programms für lebenslanges Lernen – Comeniums  -, ein durch die Europäische Union gefördertes Austauschprogramm für Schulpartnerschaften, besuchten 21 Schüler und 3 Lehrer der Goetheschule Eisenach vom 10.Mai bis 19.Mai 2010 die Partnerschule Collège Le Lac in Sedan. Die Partnerschaft dient in erster Linie der Förderung des Erlernens und der Anwendung der Fremdsprache und dem gegenseitigen Kennenlernen und Akzeptieren. Feste und Traditionen in der Partnerstadt sind Themen des Projektes. Beide Städte pflegen umfangreiche humanistische und kulturelle Traditionen, die von unseren Schülern in der jeweiligen Partnerstadt erforscht, präsentiert und erlebt werden sollen, so in Eisenach das Sommergewinnsfest und in Sedan das Mittelalterfest. Während des Austausches waren die Schüler in Gastfamilien untergebracht, in denen sie bei gemeinsamen Aktivitäten ihre Fremdsprachenkenntnisse anwenden und festigen konnten. Sie lernten das Alltagsleben in der französischen Familie kennen und erlebten den Schulalltag mit ihren Partnern. Ein besonderer Höhepunkt für unsere Schüler war das Mitwirken am Festumzug während des Mittelalterfestes um die Burg von Sedan. Hiermit bedanken wir uns bei der Sommergewinnszunft Eisenach für die uns zur Verfügung gestellten mittelalterlichen Kostüme.

Begeistert waren alle Teilnehmer von einer Tagesfahrt in die Metropole Paris und einem Ausflug in die sagenhaften Ardennen. Lasergame, Bowling und andere sportliche Aktivitäten festigten den Zusammenhalt der Partner. Während eines Empfanges beim Bürgermeister im Rathaus und einer Abschlussveranstaltung mit den Gasteltern wurde allen Beteiligten für ihr Engagement gedankt. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr zum Sommergewinn in Eisenach.

Montag,10.05.2010

Schülerberichte

Abfahrt war gegen 9.00 Uhr an unserer Schule, nachdem wir von unserer Direktorin Frau Hötzel verabschiedet worden waren.
Gespannt und aufgeregt fieberten alle den nächsten Tagen entgegen.

Die Fahrt verlief sehr frohgestimmt und lustig. Unterbrochen wurden unsere „Aktivitäten“ nur durch drei Zwischenstopps ,damit der Busfahrer seine obligatorischen Pausen einhalten konnte und wir natürlich schon unser erstes Geld ausgeben konnten. Manche von uns verließen ihr vertrautes Thüringen zum ersten Mal. Tolle Autos, Motorräder und Autobahnen konnten wir bestaunen. Interessiert überfuhren wir Rhein und Mosel.

Wirklich interessant wurde es, als wir Deutschland verließen und durch Luxemburg und Belgien fuhren und schließlich nach Frankreich kamen. 

Von nun an drehten sich unsere Gedanken um das bevorstehende Zusammentreffen mit unseren französischen Partnern und den Gastfamilie.

Luke und Moritz Klasse 7Gegen 16.30 Uhr kamen wir am Bahnhof von Sedan an, wo wir von unseren Partnern und ihren Eltern in Empfang genommen wurden. Am Abend trafen sich dann einige zum gemeinsamen Fußballspielen, anderen Aktivitäten in den Familien und zum ersten gemeinsamen Abendbrot. Der erste aufregende Tag unserer Reise ging zu Ende.

Luke und Moritz – Klasse 8

Dienstag, 11.05.2010

Am Morgen trafen wir uns zunächst mit unseren französischen Partnern und Betreuern in der Schule zu einem ersten Erfahrungsaustausch. Gewonnene Eindrücke und Gefühle wurden nun ausgetauscht. Von dort aus ging es dann gemeinsam zur Burgbesichtigung. Es ist die flächengrößte Anlage in Europa. Die Burg besteht zu einem großen Anteil aus 4 Meter dicken Sandsteinmauern und ist deshalb Sommer wie Winter feucht und kalt. Es tropft von Wänden und Decken und am Boden gibt es überall Pfützen. Faszinierend waren für uns die primitiven Lebensbedingungen der Soldaten auf der Burg. Toll fanden wir, dass die Burg für Feinde nicht einnehmbar war. Viele Hindernisse sollten Angriffe abwehren. So beeindruckten uns Fallgitter, Wassergraben, Totschläger (durch eine Öffnung über dem Torbogen wurden heißes Öl gegossen oder Steine auf die Angreifer geworfen) , Schießscharten sowie damalige Waffen und Geschütze. Einige Waffen von damals waren bis zu 60 Gramm schwer. Man brauchte man mehrere Soldaten, um sie zu betätigen. Die Burg wurde um 1420 erbaut. Der Bauherr besaß Burgen vom Rhein bis zur Maas, aber die Burg von Sedan sollte seine größte und mächtigste sein.
Katharina – Klasse 8

Auf den ersten Eindruck wirkte die Burg auf mich wirklich riesig, wenn man sich dazu im Vergleich die Wartburg  vorstellt. Wegen der dicken Mauern und des Sandsteins war es im Inneren der Burg immer feucht und kalt. Die damaligen hygienischen Verhältnissen ekelten mich allerdings an. Auch die Kleidung von früher ist sehr gewöhnungsbedürftig. Die langen Kleider der Frauen sind natürlich sehr elegant. Die langen, spitzen Schuhe der Männer, die ihren Reichtum bekräftigen sollten, erinnern eher an Till Eulenspiegel.
                                                                                        
Theresa – Klasse 8

Die Burg von Sedan war  die größte Burg im Mittelalter. Sie war unbezwingbar, da sie viele Verteidigungsmöglichkeiten hatten. Sie ist sehr groß und wurde von einem deutschen Kaufmann gebaut und in den nächsten Generationen immer wieder erweitert. Die Türme waren 30 bis 40 Meter hoch. Diese wurden ummantelt, d.h. es wurde noch eine Mauer darum gebaut. Die Burg wurde in einen Berg mit Sandstein gebaut, die sich mit Wasser vollsogen. Dadurch ist es im Innern immer kalt und feucht.

 Adrian – Klasse 7

 Mittwoch, 12.05.2010

An diesem Morgen haben wir zunächst die Schule besichtigt. Wie auch bei uns gibt es viele verschiedene Fachräume. In französischen Schulen existieren z.B. „salle de permanence“ und „infirmerie“. Ersteres ist ein Raum, in dem die Schüler sich in Freistunden unter Aufsicht aufhalten oder nachsitzen müssen. Zweiteres ist ein Krankenzimmer, in das die Schüler gehen müssen, wenn sie sich nicht wohlfühlen.

Ab der 6. Klasse können französische Schüler eine zweite Fremdsprache lernen. Das sind meistens Englisch oder Deutsch. Ab der 8. Klasse ist das Erlernen der zweiten Sprache Pflicht.

Viele Schüler essen in der Kantine zum Mittag. Die Mittagspause dauert  ungefähr 1,5 Stunden. Nach dem Essen bleibt ihnen Zeit zum Spielen auf dem Schulhof. Außer Mittwoch ist jeden Tag bis ca. 16.45 Uhr Unterricht. Zu Hause müssen die Schüler noch ihre umfangreichen Hausaufgaben erledigen.

Nach unserer Mittagspause gab es dann für uns alle einen Höhepunkt. Mit dem Bus fuhren wir nach Charleville zum Lasergame. In deutsch – französischen Mannschaften traten wir in einem mit Schwarzlicht ausgeleuchteten Raum gegeneinander an. Sieger wurde der mit den meisten Treffern. Aber allen Beteiligten hat dieses Spiel unheimlichen Spaß bereitet.

Geschafft und müde ging dieser Tag für alle zu Ende.

 David und Max R. – Klasse 8

Donnerstag, 13.05.2010

Wir fuhren um 10.00Uhr von der Schule aus ins Tal der Maas. Als erstes hielten wir vor einem Berg. Wir liefen bis ganz oben, wo ein Denkmal stand, zu dem die folgende Sage erzählt wurde. Es waren einmal 4 Brüder, die unter der Herrschaft von Karl dem Großen lebten. Eines Tages schenkte dieser dem ältesten Bruder ein Pferd weißes Pferd. Während eines Brettspieles kam es zum Streit und der Verlierer schlug den ältesten der 4 Brüder. Daraufhin forderte er von Karl dem Großen eine gerechte Strafe. Als dieser die Strafe verweigerte, erschlug der älteste der 4 Brüder seinen Gegenspieler. Karl der Große stellte die Eltern der Brüder vor die Wahl  weiterhin unter seinem Schutz zu stehen oder sich für ihre Söhne zu entscheiden. Die Eltern entschieden sich für den Schutz und gegen ihre Söhne. Somit waren die Söhne vogelfrei. Rechtzeitig konnten die Brüder mit Hilfe des weißen Pferdes fliehen. Als sie im Tal der Maas ankamen und das Pferd die Maas übersprang, errichteten sie ein Schloss. Karl der Große ahnte davon nichts. Sieben Jahre lebten sie dort, ehe man sie entdeckte und verriet. Der älteste der 4 Brüder floh an den Rhein, wo man ihn ermordete. Seinen Leichnam warf man in den Fluss. Fische trugen ihn nach oben und Gefolgsmänner bargen ihn und legten ihn auf einen Wagen und brachten ihn zu seinen anderen Brüdern, die ihn dann beerdigten. Heute sind sie als 4 Felsen in diesem Tal zu sehen. Unsere französischen Partner lasen in verteilten Dialogen diese Legende vor. Nach einem Picknick fuhren wir an eine anderen Ort in den Ardennen.

Eine weitere Sage erzählt über einen anderen Felsen hier in den Ardennen folgendes: Es war ein sehr armer Graf  und seine wunderschöne Gemahlin. Er wollte seiner Frau unbedingt ein Schloss bauen, hatte aber kein Geld dafür. Eines Tages traf er einen Mann, der ihm versprach, in einer Nacht ein Schloss zu errichten. Sollte  bis zum Morgengrauen das Schloss fertig sein, muss der Graf als Lohn ihm seine Seele überlassen. Der Vertrag wurde geschlossen. Man begann mit dem Bau des Schlosses. Die Ehefrau erkannte die List des Fremden und wollte diesen Vertrag zu Gunsten ihres Gatten beeinflussen. Mit den  Kirchenglocken wollte sie den neuen Tag einläuten. Aber als sie in der Kirche ankam, waren die Seile zur Glocke durchtrennt. Sie gab aber nicht auf und überlegte sich eine andere Möglichkeit. Ihr kam die Idee, einen Hahn vorzeitig zum Krähen zu bringen. Rechtzeitig, ehe der letzte Stein eingefügt werden konnte, krähte der Hahn den Beginn des neuen ein. Damit verlor der Fremde seinen Vertrag. Vor Zorn trat er mit dem Fuß so stark auf, das dass Schloss einstürzte und die Frau des Grafen unter sich begrub. Der Graf suchte  sie, fand sie tot. Als er sie bergen wollte, stürzt ein weitere Stein auf ihn herab und begrub ihn ebenfalls

Theresa – Klasse 8

Wir fuhren in das Tal der Maas. Die Maas ist ein Fluss, der sich durch dieses Tal zieht. In dieser Gegend gibt es viele Sagen und Legenden von Prinzen und Burgen. Anschließend machten wir in einer mir unbekannten Schule Picknick.

Moritz – Klasse 7

Der Bus hat uns am Donnerstag von der Schule abgeholt und uns ins Tal der Maas gefahren. Dort haben wir als Erstes die Sage mit den 4 Brüdern und dem starken Pferd gehört. Auf einem Schulhof in einem Dorf haben wir Picknick gemacht. Nach einer kurzen Wanderung haben wir eine weitere Sage von einem Ritter und seiner Burg gehört. Von einem Aussichtspunkt hatten wir einen wunderschönen Blick in das Tal der Maas.

Lydia – Klasse 8

Freitag, 14.05.2010

Zeitig am Morgen, um 5.00Uhr, begann unser Tagesausflug nach Paris. Als wir nach ca. 3 Stunden in Paris ankamen, machten wir zunächst eine kleine Stadtrundfahrt, bei der wir viele tolle Sehenswürdigkeiten, wie z.B. den Triumphbogen, die Champs Elysées und den Louvre. Danach haben wir Notre Dame besichtigt. Viele bunte Fenster und Kerzen konnte man im Inneren sehen. Anschließend hatten wir Freizeit zum Shoppen, was uns sehr gefiel. Danach ging es zum Eifelturm, den wir sehr gigantisch fanden. Zum Schluss machten wir eine Bootsfahrt auf der Seine. Neben jedem Platz befanden sich Kopfhörer mit Tasten für 8 verschiedenen Tasten. Wir mussten für die deutsche Sprache  die Taste 3 drücken. Damit wurde uns gesagt und erklärt, an welcher Sehenswürdigkeit wir vorbeifuhren. Es war wunderschön. Gegen 20.00 Uhr kamen wir wieder in Sedan an. Am schönsten fand ich den Eifelturm, vor dem ich schon immer einmal stehen wollte. Es war ein sehr schöner, aber auch anstrengender Tag.

Sarah – Klasse 8